Pressearchiv
05.08.2015, 14:48 Uhr | Stephan Willem
Infoveranstaltung „Windräder auf dem Grießberg“
Regionalräte besichtigen den geplanten Windräder-Standort Grießberg
Am Sonntag, 2. August machten sich bei schönstem Sonnenschein 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger auf den Weg um von Kleinbottwar zum Grießberg zu wandern.
Anlass dieser Informationsveranstaltung war die bevorstehende Abstimmung in der Regionalversammlung zu den Vorranggebieten der Region Stuttgart für Windräder.
Von Seiten der Regionalversammlung waren der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas Bopp , Regionalrat Dr. Frank Nopper, Regionalrat Jörg Vogelmann und Regionalrat Michael Schreiber gekommen; ebenso mischten sich der Landtagsabgeordnete Manfred Hollenbach und der Landtagskandidat der CDU Fabian Gramling unter die Interessierten und
machten sich mit auf den Weg.
Schon beim Start der Gruppe Richtung Grießberg merkte einer der Teilnehmer an, wie bemerkenswert es doch sei, wie viele Menschen an solch einem Sonntagmorgen den Hardtwald zur Freizeitgestaltung nutzen. So entwickelten sich bereits auf dem Weg viele interessante Gespräche. Die Vertreter der Regionalversammlung zeigten sich dabei sehr neugierig mehr über den Standort und sein Umfeld zu erfahren.
Angekommen auf dem Grießberg freute sich die Gruppe über die Getränkeerfrischung von Karsten Trautwein und die Diskussionsrunde war eröffnet. Zusammenfassend lässt sich berichten, dass man sich einig war, dass für den Standort der Beitrag zur Energiewende steht es aber auch eine ganze Reihe von Argumenten gegen den Standort gibt. Neben dem
massiven Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild für nur 1 – 2 Windräder spricht insbesondere die absehbare fehlende Wirtschaftlichkeit aufgrund des schwachen Windes an diesem Standort. Dabei blieb die Frage, wer für die Kosten eines eventuellen Rückbaus nach einem möglichen Ausfall des Betreibers aufkommen muss, unbeantwortet. Für den
Segelflugplatz in Völkleshofen würde der Bau von Windrädern an dieser Stelle das Aus bedeuten. Der Regionalrat Michael Schreiber betonte in seiner Stellungnahme nochmals, dass auch das Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg den Standort Grießberg als problematisch ansieht. Der Landtagsabgeordnete Manfred Hollenbach warnte vor einer
Symbolpolitik, die niemand nütze und der Umwelt nur schade.
So waren sich auf dem Rückweg alle Teilnehmer einig, dass die Masse der Argumente gegen den Standort Grießberg sprechen und dieser für den Bau von Windrädern ungeeignet ist und man deshalb auch auf die Ausweisung im Vorranggebiet verzichten sollte. Dies wurde dann auch den anwesenden Regionalräten als Empfehlung für Ihre Abstimmung im September mitgegeben.

aktualisiert von Webmaster, 25.05.2016, 15:43 Uhr